Mediensammlungen ordnen
Autor: Gerd Raudenbusch
Stand: 18.05.2026
Mit den Jahren sammeln sich mehrere Tausend Mediendateien an, vor allem Bilder und Audiodateien. Dieser Artikel stellt zwei mächtige Tools vor, welche Ordnung in die Mediensammlung bringen können.
Bilder ordnen
Das Tool digiKam ist mit einer lokalen KI ausgestattet, die nicht ins Internet kommuniziert. Damit können z.B. Personen, aber auch Gegenstände und Gebäude erkannt werden. Das Tool ist in der Lage, diese oder andere Meta-Informationen als EXIF-Tag in die Bilder selbst zurück zu schreiben, d.h. wenn die Bilder auf ein neues Medium kopiert werden, bleiben die Meta-Informationen bestehen, wie sich mit exiftool prüfen lässt. Weiterhin ist digiKam in der Lage, auch die Dateinamen anzupassen.
Musik ordnen
Gerade vor Kurzem wieder auf der fsck
2026 vom CCC von Nik / Treat! vorgestellt: Musicbrainz Picard. Die
Software ist in der Lage einen Fingerprint
des Audios selbst zu erstellen, um anschließend im Internet nach
entsprechend passenden Informationen zu suchen. Auch hier werden die
Meta-Informationen zurück in die Musikdateien geschrieben, wie sich
wiederum mit exiftool prüfen lässt.
Auch Musicbrainz Picard
kann die Dateinamen durch entsprechene Makros anpassen (z.B.
$num(%tracknumber%,3)-%artist%-%title% für eine
dreistellige laufende Track-Nummer, gefolgt von Interpret und
Titel).
Schluss
Beides sind sehr mächtige Tools, die rekursiv durch Ordnerstrukturen gehen und innerhalb weniger Stunden tausende von Dateien verarbeiten können. Während Audio-Tags sehr gut von Medienservern wie kodi oder Jellyfin verarbeitet werden, ist das bei den EXIF-Daten nicht der Fall, diese müssten erst transferiert werden. Nichtsdestotrotz macht eine gut sortierte Medienbibliothek weit mehr Spaß und wertet das Erlebnis deutlich auf.